Georgette Dee

Georgette Dee hat meine Direktorenjahre am Frankfurter Theater am Turm (TAT) vom Anfang bis zum Ende „begleitet“. Als er/sie 1980 im TAT-Café erstmals seine/ihre Chansons präsentierte, machte sich die gesamte Dramaturgie aus dem Staub. Obendrein jammerte die Theaterkasse über den miserablen Kartenverkauf. Wir haben das durchgestanden. In der TAT-Edition erschien 1984 die erste Schallplatte, im TAT wagte Georgette Dee den Schritt zur Schauspielerei, im TAT servierte er/sie die geniale Variante von „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt", wo der Text irgendwann wegblieb und Kopf, Fuß, Liebe, Welt und das „Eingestellt" nur noch stumm und mit großer pantomimischer Geste daherkam. Nach zwei Jahren war ein Auftritt im kleinen TAT-Café nicht mehr möglich. Kaum angekündigt, waren die vierhundert Plätze im Theatersaal ausverkauft. Das letzte Konzert im Theater am Turm unter dem Titel „Abschied“ gab es am 5. Juni 1995. Es war eine gute Zeit. Geblieben ist seit damals eine verlässliche Freundschaft.



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