Alfons Mumm von Schwarzenstein
Diplomat, Photograph und anders als die Anderen

Diplomatische Profile

Mumm,
Diplomat, Photograph & anders als die Anderen


Von Peter Hahn

Die Reihe „Diplomatische Profile“ präsentiert nach der Publikation über das Sprachgenie Emil Krebs die außergewöhnliche Lebensgeschichte des Freiherrn Alfons Mumm von Schwarzenstein. Der Spross der in Frankfurt am Main und Reims ansässigen Champagnerdynastie Mumm war anders als die Anderen. Er gehörte zu jenen inzwischen selten gewordenen Diplomaten, die am grünen Tisch ihren Mann stellten, noch mehr aber vom weißen Tisch hielten, an dem man das Wichtigste hören und erreichen konnte. Eingeweihte wissen allerdings auch von seiner Leidenschaft zur Photographie und seiner Neigung zu jungen Männern.

Alfons Mumm von Schwarzenstein veröffentlichte im Jahr 1902 den Privatdruck „Ein Tagebuch in Bildern“ mit über 600 bisher weithin unbekannten Fotografien aus dem chinesischen Kaiserreich der Jahre von 1900 bis 1902. Bevor er sich 1910 vom Auswärtigen Dienst verabschiedete, erwarb er in Portofino das Castello San Giorgio als Ruhesitz. Dort entstand 1915 seine Publikation „Mein ligurisches Heim“, die Anlass bot, die Mummsche Geschichte weiter zu erzählen: die unerwartete Heirat des 59-jährigen mit Jeannie geborene Watt und ihr Einsatz in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945, als es Freifrau Jeannie von Mumm als „Retterin von Portofino“ gelang, die deutsche Wehrmacht von der Sprengung des Ortes abzuhalten.

384 Seiten. Das Buch aus der Reihe „Diplomatische Profile“ enthält bisher unveröffentlichte Abbildungen und Dokumente sowie über 90 Fotografien, die Alfons Mumm von Schwarzenstein in den Jahren von 1900 bis 1902 in China aufgenommen hat.

Oase Verlag Badenweiler, 2012
ISBN 978-3-88922-072-1


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