Valeska Gert (1892 – 1978)

Die Berliner Festwochen 1977 standen unter dem Thema „Spiegel der 20er Jahre“. Keine Frage, diese großartige Performancekünstlerin des modernen Tanztheaters und des deutschen Kabaretts musste „dabei“ sein. Es war ein schwieriger Weg, bis es gelungen war, Valeska Gert aus ihrem „Sylter Ziegenstall“ zu locken. Dabei war man eigentlich schon 1927 von Max Herrmann-Neiße vorgewarnt worden: „Gert zerstört allen erotischen und sentimentalen Schwindel, ist von ganz überlegener, elementarer Laszivität, vernichtet die Tillerei und die pseudopariser Diseusenallüre in Daumierischen Ausmaßen.“ In der Gesprächsrunde im Berliner Renaissance-Theater bekam man davon eine Ahnung.



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